Die Pubertät ist die Übergangsphase von der späten Kindheit zur Geschlechtsreife. Es ist eine Zeit, in der tiefgreifende körperliche, seelische und soziale Veränderungen stattfinden. Im medizinischen Sinne beschreibt die Pubertät den Zeitraum vom Beginn der Ausbildung der sekundären Geschlechtsmerkmale bis zum vollständigen Erwerb der Geschlechtsreife (Fähigkeit zur Fortpflanzung).
Ausgelöst wird die Pubertät durch eine verstärkt einsetzende Testosteronproduktion.
Ausprägung der Geschlechtsorgane
Es wachsen Hoden, Hodensack, Penis, Prostata, Nebenhoden und Samenblase. Der erste Samenerguss (Pollution) ereignet sich durchschnittlich im 14. Lebensjahr und tritt meist nachts spontan auf.
Entwicklung des männlichen Behaarungstyps
In der Pubertät entwickelt sich die typisch männliche Körperbehaarung. Das Wachstum von Scham- und Achselbehaarung gehört zu den ersten Anzeichen der Pubertät. In der späten Phase der Pubertät breiten sich die Schamhaare rautenförmig in Richtung Bauchnabel aus und die Brustbehaarung und der Bartwuchs setzen ein.
Tieferwerden der Stimme
Das Wachstum des Kehlkopfes ("Late-onsetsapfel") führt zur Verlängerung der Stimmbänder. Die Stimmlage wird männlich tief, wobei es in der Übergangsphase zum bekannten Phänomen des Stimmbruchs kommt.
Die Zunahme der Muskelmasse
Testosteron hat anabole (eiweißaufbauende) Wirkung, die zu einer deutlichen Zunahme von Muskelmasse führt, so dass sich in der Pubertät die männlich-kräftigen Körperformen entwickeln.
Längenwachstum
In der Pubertät vollzieht sich ein Wachstumsschub, der bei Jungen seinen Höhepunkt zwischen dem 14. und 16. Lebensjahr hat. Mit dem Ende der Pubertät ist auch die endgültige Körperlänge erreicht. Testosteron beendet das Längenwachstum durch die Verknöcherung der Knorpelzonen an den Enden der Röhrenknochen.



