Testosteron: Unabdingbar für Sexualität und Fortpflanzung

Testosteron steuert das sexuelle Verlangen (Libido / Lust), die Potenz (Erektionsfähigkeit) und die Fertilität (Fruchtbarkeit).

Auch die Potenz ist testosteronabhängig. Dieser Zusammenhang wird anhand der spontanen morgendlichen Erektionen besonders deutlich: Die Testosteron-Konzentration im Blut unterliegt tageszeitabhängigen Schwankungen mit Testosteron-Spitzenwerte in den Morgenstunden.

Testosteron ist unentbehrlich für die Bildung der Spermien im Hoden und hat so einen unmittelbaren Einfluss auf die Fruchtbarkeit.

Auch die Häufigkeit und Qualität der Orgasmen hängt von der Testosteronwirkung ab. Viele Männer geben an, dass die Menge des Ejakulats (Spermas) ein Kriterium für die Qualität eines Orgasmus ist. Da Testosteron einen Einfluss auf die Funktion von Samenblasen und Prostata hat, ist auch die Menge des Ejakulats testosteron-abhängig. Auch die Qualität des Spermas wird von Testosteron beeinflusst (z.B. Regulation des Fructosegehalts der Spermaflüssigkeit, der für die Energieversorgung der Spermien von Bedeutung ist).

Testosteron sorgt für das männliche Erscheinungsbild und die Leistungsfähigkeit des Organismus

Testosteron erhält die typisch männliche Behaarung (Bartwuchs, Brust- und Schamhaar). Zudem erhöht es die Aktivität der Talgdrüsen und reguliert so den Fettgehalt der Haut.

Der Erhalt der Muskelmasse und damit der Muskelkraft ist ebenfalls testosteron-abhängig. Dabei bewirkt das Hormon keine Neubildung von Muskelzellen, sondern ein Wachstum der bereits vorhandenen Muskelfasern. Die Zunahme der Muskelmasse geht auch mit einer Zunahme der Muskelkraft einher. Testosteron ist für das Verhältnis von Muskelgewebe zu Fettgewebe verantwortlich. Ein Testosteron-Mangel führt zum Umbau von Muskelgewebe in Fettgewebe.

Testosteron fördert die Blutbildung: Das Hormon stimuliert die Produktion von roten Blutkörperchen. Diese transportieren den Sauerstoff im Blut, der wiederum einer der wichtigsten Energielieferanten für Körperzellen und Stoffwechselprozesse ist.

Testosteron stabilisiert die Knochen und erhält die Knochendichte.

Testosteron erhält das geistige und seelische Wohlbefinden

Testosteron hat verschiedene Wirkungen auf das zentrale Nervensystem. Es beeinflusst das Sexualzentrum (Auslösung von Lust), und hat einen positiven Einfluss auf das allgemeine Wohlbefinden, die geistige Leistungsfähigkeit sowie Antrieb und Stimmungslage.

Testosteronmangel kann beim Mann zu vielfältigen Beschwerden und ernsthaften Erkrankungen führen.