Unter Lungenkrebs (auch Bronchialkrebs genannt) versteht man die bösartige Veränderung von Lungengewebe. Lungenkrebs tritt verstärkt zwischen dem 65. und 70. Lebensjahr auf und ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern.
Ursachen
Aktives Rauchen ist für 85 Prozent aller Fälle von Lungenkrebs verantwortlich. Aber auch passives Rauchen erhöht das Krebsrisiko. Daneben sind weiter Risikofaktoren bekannt:
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Familiäre Belastung: Wenn ein Elternteil an einem Bronchialkarzinom erkrankt ist, liegt ein zwei bis dreifach erhöhtes Erkrankungsrisiko vor. |
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Belastung durch Arbeitsstoffe wie Asbest. |
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Lungennarben, wie sie z.B. nach Tuberkulose oder Operationen entstehen. |
Früherkennung
Lungenkrebs entwickelt sich sehr langsam, wobei es im Frühstadium zunächst keine typischen Symptome gibt. Husten ist ein erstes Warnsignal. Die Diagnose wird meist erst gestellt, wenn hartnäckiger Husten (oft kombiniert mit blutigem Auswurf) auftritt. Weitere uncharakteristische Beschwerden sind unter anderem Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Gewichtsverlust, Atemnot, Heiserkeit, Fieber oder Lungenentzündungen, die nicht auf eine Behandlung ansprechen.
Diagnose
Eine Röntgenuntersuchung der Lunge und eine Computertomographie sind die ersten diagnostischen Schritte. Der Auswurf (Sputum) wird auf Krebszellen untersucht. Mit Hilfe einer Blutuntersuchung können so genannte Tumormarker bestimmt werden.
Erhärtet sich der Verdacht auf Lungenkrebs, wird zusätzlich eine Bronchoskopie ("Lungenspiegelung") durchgeführt. Dabei können auch Gewebeproben zur Diagnosesicherung entnommen werden.
Behandlung von Lungenkrebs
Wenn der Tumor noch keine Metastasen entwickelt hat, wird die Krebsgeschwulst operativ entfernt.
Falls sich das Bronchialkarzinom bereits in einem fortgeschrittenerem Stadium befindet, geht es darum, das Tumorwachstum zu bremsen (Chemo- und oder Strahlentherapie) und die Lebensqualität durch begleitende Maßnahmen (wie Schmerztherapie, Behandlung von Atemnot) zu verbessern. Eine Kombination von Operation, Chemotherapie und Strahlenbehandlung ist ebenfalls möglich.
Vorbeugung
Stellen Sie das Rauchen ein! Die Wahrscheinlichkeit für einen Kettenraucher (mehr als 20 Zigaretten täglich) an Lungenkrebs zu erkranken, ist 30- bis 40-mal höher als bei einem Nichtraucher. Zum Aufhören ist es niemals zu spät!
Je länger Sie Nichtraucher sind, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit, an Lungenkrebs zu erkranken.
Wenn Sie mit gefährlichen Arbeitsstoffen umgehen müssen, tragen Sie den verordneten Arbeitsschutz.



